- Kapitelübersicht
- Der Aktionszyklus - ein Basiskonzept
- Der Aktionszyklus - wie das Energiechaos seinen Lauf nimmt
- Der Aktionszyklus - sein Sinn und seine ursprüngliche Funktion
Deutsches Wörterbuch
- Aktion
- Handlung, Vorgehen, Unternehmung
- Maßnahme
- Ereignis, Geschehnis, Vorgang
- 〈schweiz.〉 Sonderangebot
- eine gemeinsame ~ starten 〈umg.〉; in ~ treten zu handeln, zu wirken beginnen [<lat. actio „Handlung“; zu agere „handeln, betreiben“]
- Zyklus
- Kreis, Kreislauf, regelmäßige Wiederkehr (Menstruations~)
- Folge, Reihe, Zusammenfassung mehrerer gleichartiger Schrift- od. Musikwerke (Konzert~, Opern~)
[<spätlat. cyclus <grch. kyklos „Kreis“]
1. Der Aktionszyklus - ein Basiskonzept
Hier finden wir oftmals schon den Schlüssel in den Energiehaushalt unserer Existenz. Dieses Konzept macht uns bewusst, wie wir viele Symptome unserer Zeit, wie chronische Müdigkeit, Burn out, Depressionen, Ängste und vielses mehr, schon präventiv auflösen. Wir finden vom blossen Existieren, vom reinen Überleben in ein intensives Erleben. Unser Leben blüht auf. Wir spüren unsere Potentiale, unsere Möglichkeiten und sind auch in der Lage sie zu realisieren, in die Welt zu bringen, sie den Sinnen wahrnehmbar zu machen. Wir bringen sie in die Welt! Diese wunderbare Schöpferkraft mit der wir alle auf die Welt gekommen sind wird wieder stärker und stärker. Die Präsenz unserer Existenz, die Intensität, das Glück der Gegenwärtigkeit wird größer und größer. Das Ergebnis ist eine charismatische Persönlichkeit, die die Menschen in Ihrer Umgebung mitreisst und begeistert. Es kommt eine natürliche, konstuktive Autorität zum Vorschein, die anderen Orientierung gibt. Oder wie einer meiner Lehrer mal gesagt hat sind viele Menschen zwar autoritär, besitzen aber keine Autorität. Genau das ändert sich und wir können uns mit dem Wesentlichen beschäftigen, nämlich mit dem Inhalt unserer Existenz statt der Form.
Dieses Modell macht uns klar, wie wir mit unseren Handlungsenergien umgehen und wie wir unsere Lebensenergie maximal nutzen. Wenn wir uns bewußt machen, was sich hinter diesem Modell verbirgt, sind wir in der Lage Chi, die Lebensenergie klar und leicht durch uns hindurch fließen zu lassen. Diese Energie kommt aber häufig ins stocken, da wir zu wenig, oder oft nichts über Energie und deren Blockaden wissen.
Wir spüren nur die Auswirkungen: Wir sind oft müde, uns fehlt der Antrieb, wir benötigen viel Schlaf und sind morgens doch nicht richtig wach. Uns fehlt die Orientierung und wir schleppen uns mehr lustlos durchs Leben, als dass es uns kraftvoll in die Arme nimmt und uns eine klare Orientierung gibt.
Wenn wir kleine Kinder beobachten, stellen wir fest, dass sie zunächst immer ganz bei dem sind, was sie gerade machen. Ob sie die ersten Schritte machen, oder ein Spielzeug ganz fasziniert mit dem Mund erkunden.
Sie machen etwas und im nächsten Moment machen sie genauso begeistert etwas ganz anderes. Sie sind immer ganz bei dem, was sie gerade machen, oder besser, was sie gerade sind. Sie identifizieren sich so mit dem, was sie Tun, dass sie regelrecht zu dem werden, was sie machen.
2. Der Aktionszyklus - wie das Energiechaos seinen Lauf nimmt
Später nimmt das Energiechaos seinen Lauf! Später denken wir uns etwas aus, wir planen etwas - handeln aber nicht. Wir öffnen eine Zyklus - schließen ihn aber nicht. Die Handlungsenergie ist aber so lange in diesem offenen Zyklus gebunden, bis wir ihn durch Handeln schließen! Und wenn Ihr mal in Euerem Leben zurückblickt: wieviele solcher offenen Aktionszyklen schleppt Ihr mit euch herum? Hunderte, tausende?
Wir planen, handeln aber nicht - und wir planen wieder und handeln nicht - und wieder und wieder und wieder ... . Wir können also festhalten, dass unsere Handlugsenergie in tausenden solcher Zyklen festhängt und jetzt ist die Frage, weshalb wir das so machen? Die Antwort ist, dass uns einfach das Bewußtsein dafür fehlt, dass ein solcher offener Zyklus überhaupt existiert und so glauben wir nach und nach Arbeit macht müde. In Wirklichkeit macht es wach, sogar hellwach einen solchen Zyklus durch handeln zu schließen!
So nach und nach verbinden wir in diesem Energiechaos also Handeln - Arbeiten mit Müdigkeit! Uns das Drama nimmt weiter seinen Lauf! An den Schulen und besonders an den Universtäten sind diese Mechanismen ebenfalls völlig unbekannt und so wundert es mich zumindest nicht, weshalb es in den Vorlesungen oft so lustlos und unmotiviert zugeht. Es fehlt ja ständig der Energieausgleich durch handen. Unsere Lehreinrichtungen wären dutzendfach effizienter, wären Theorie und Praxis stärker und direkter miteinander verbunden. So bleibt hier festzuhalten, dass Wissen ohne Handeln große Gefahren in sich bergen.
Jetzt fragt Ihr zurecht, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, die Handlungsenergie wieder zu entnehmen!
Ja, die gibt es und wie fast überall ist es eine Frage des bewußten Seins: Ich Plane und ich handle - ein optimalert Energiefluß! Aber dazwischen fehlt etwas! Nämlich eine bewußte Entscheidung zu tun oder es nicht zu tun!