Ut sciamus, nos non edendi causa esse natos, sed bene vivendiWenn wir doch nur wüssten, dass wir nicht geboren sind, um zu essen, sondern um gut zu leben ...
Lebe nicht, um zu essen,
sondern iß, um zu leben.
Kapitelübersicht
- Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Einführung
- Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Status Quo
- Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Vermeintliche Lösungsansätze
- Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Lösung: die Mentaldiät
- Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Die Idee des Lebens
1. Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Einführung
Der Mensch, der in seinem Leben einen Energiestau spürt, eine Blockade - meist natürlich unbewußt - also einen Bereich, den er nicht oder nicht mehr leben kann, der leidet.
Die Lebensenergie kommt also, mit anderen Worten, ins stocken. Er findet dann oft sehr leicht ein Ventlil, indem er z.B. über das hinaus ißt, was er eigentlich zum Leben an Nahrung benötigt.
Er wählt damit - neben Rauchen und Alkohol - eine der verbreitesten Möglichkeiten zu kompensieren. Er wählt also immer und immer wieder und wieder die Ersatzbefriedigung Nr. 1: Essen.
Er wählt immer wieder den kurzfristigen Genuß gegen das Leid, das der Energiestau erzeugt - nämlich die nicht mehr zu erreichende Sehnsucht nach wirklichem Leben zu stillen: einfach zu leben.
Und verdrängt dann oft auch erfolgreich, was das Übergewicht nach und nach - an immer größer werdenden Problemen - mit sich bringt.
- Der Mensch wird immer unbeweglicher und unbeweglicher,
das Schuhezumachen wird zum Problem, das aus dem Sessel aufsthehen, ...
- die Kondition lässt rapide nach,
das Treppen steigen wird vermieden, jeder Meter wird mit dem Auto zurückgelegt, ...
- er fängt schon bei kleinsten Belstungen schnell an zu schwitzen,
- die natürliche Freude an Bewegung geht verloren, wird verdrängt
- und der Prozess wird schneller und schneller - er beschleunigt sich selbst!
- Nach und nach belastet das Übergewicht das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl
und die einfachste Lösung damit umzugehen ist: Essen!
Wie viele Krankheiten hängen mit diesem, so schnell sich einstellenden Übergewicht zusammen?
Aber die halbe Stunde Genuß wird trotzdem immer wieder vorgezogen und der
dauerhaften Verlusst an Lebensqualität
wird scheinbar gerne in Kauf genommen!
Das Drama gipfelt dann in der Aussage: dick sein ist schön - ich bin gerne dick! Denn hier ist dann der Rückweg in ein erfülltes, reiches Leben fast gänzlich verschüttet.
Wo ist also der Weg aus diesem Dilemma?
2. Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Status Quo
- Der Mensch vermißt also Nähe ... und er ißt stattdessen.
- Er wünscht sich so sehr Freundschaft ... er ißt.
- Er sehnt sich nach intensiver Sexualität ... und ißt.
- Er ist einsam ... er ißt.
- Er ist überfordert ... und ißt ... und ißt und ißt.
Dieses Kompensieren ist ein sehr einfacher Weg, diesem Schmerz auszuweichen oder besser ihn zu verdrängen. Ganz kurzfristig geht es uns gut - wir fühlen uns wohl.
Jedes Gramm Fett erzäht aber die Geschichte unseres nicht gelebten Lebens!
Ob wir nun essen, rauchen, Alkohol trinken, uns selbst befriedigen, exzessiv* Sport treiben, übermäßig arbeiten oder fernsehen oder sonst eine Ersatzbefriedigung wählen - eines habe sie alle als Ergebnis gemeinsam:
wir leben nicht mehr - wir werden gelebt!
Es geht nur noch ums Überleben! Was bleibt ist tatsächlich nur noch ein Überleben, ein ständiges Flüchten - es findet keine wesentliche Entwicklung, kein Reifen, kein Wachstum mehr statt.
Dem Reifeprozess, der eigentlich für uns geplant war, wird ausgewichen. Oft kommt es dann noch zu einer Symptomverschiebung. Das heißt, es tauchen dann scheinbar neue Probleme auf, die dann mit dem Übergewicht und den primären Ursachen dafür ebenfall nur scheinbar nichts zu tun haben.
3. Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Vermeintliche Lösungsansätze
Der Mensch, der sich fürs Essen "entscheidet", geht dann manchmal zu irgendwelchen "Abenden" und nimmt dann auch manchmal auch ab - solange er dort hingeht. Er geht damit allerdings auch nur das Symptom an, statt sich mit der Ursache zu beschäftigen. Sobald er wieder allein ist - die Gruppe verläßt, ist das alte Muster aber wieder da. Oder er macht diese oder jene Diät allein - oft auch mit nur kurzzeitigem Erfolg.
Heute ist Nahrungsergänzung ein beliebter Begriff - er ist in doppelter Hinsicht in aller Munde. Aber auch hier findet, in Wirklichkeit, nur ein kläglicher Versuch statt, den eigentlichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Seinen Schatten nicht zu konfrontieren, nicht zu integrieren - sich diesem nicht zu stellen. Selbst hier oft völlig unnütz viel Geld auszugeben ist natürlich leichter, als sich mit den wahren Ursachen für seine Mißstände zu beschäftigen.
Ein Ablasshandel der Neuzeit?
Wie aber lautet die dauerhafte, vom Leben gewollte Lösung?
4. Essen oder Leben? Die Mentaldiät - als Lösung
In der »Mentaldiät«, die wir vorschlagen, fragen wir uns stattdessen dann bei jedem Impuls zu essen, zu rauchen, ... einfach: was fehlt uns in diesem Moment wirklich? Was würde ich jetzt gerne tun, würde mir alles gelingen?
Wir machen uns deutlich bewusst, was uns wirklich fehlt! Manchmal ein schmerzhafter Prozess ... aber genau hier fängt der Weg zurück ins Leben statt!
Jetzt käme ich meinem wirklichen Leben auf die Spur und könnte mich an die Arbeit machen, die Bremsen zu finden, die einem dann bewusst würden und könnte mich an die Arbeit machen, sie dauerhaft zu lösen!
Über eine Divergenzbetrachtung hätte ich am Ende die Chance durch mein Leben wieder die Energie fließen zu lassen, die mir zugedacht war, die mir wahres Glück, Gesundheit, Entfaltung und Entwicklung bringt.
5. Essen oder Leben? Die Mentaldiät - Die Idee des Lebens
Ich kann im Leben immer nur wählen wann ich eine Aufgabe, die mir das Leben stellt, löse und nicht ob ich sie löse. Wenn ich mich also dazu “entscheide“ die Aufgabe zu verschieben, die mir das Leben stellt, leide ich oft völlig unnötig lange, denn das Leben hat nur ein Ziel: HEILSEIN und Glück! Und fordert die Lösung der Aufgaben allerdings auch irgendwann, mitunter sehr heftig, ein.
Aber nur, weil wir verlernt haben, den liebevollen Hinweisen zu folgen, die zunächst immer da waren und oft einfach überhört wurden.
Und jeder Schmerz, jedes Unwohlsein, jedes Muster und jeder Zwang sind zunächst immer nur ein liebevoller Hinweis auf eine Aufgabe, auf einen Heilungsprozess, dem ich zunächst ausgewichen bin.
Wir können nun in Protest gehen und damit das Leid noch verstärken oder wir folgen dem Impuls, dem Hinweis und erleben am Ende, wenn die Aufgabe gelöst wurde den Himmel auf Erden -
hier und jetzt!
Hic et nunc!
MEINE ERNÄHRUNG ... eckhart tolle
Deutsches Wörterbuch
*exzessiv <Adj.> übertrieben, übermäßig, maßlos; ~es Klima = Kontinentalklima [<frz. excessif „übermäßig“]