Illusion und Realität

Deutsches Wörterbuch

Illusion
  1. trügerische Hoffnung, Selbsttäuschung, idealisierte, falsche Vorstellung von der Wirklichkeit
  2. Vortäuschung von Raum (Raum~), Tiefe (Tiefen~) auf Bildern, im Theater od. Film mit den Mitteln der Perspektive
  3. Täuschung durch ein Zauberkunststück
  4. dieses selbst

    ● jmdm. die ~en rauben jmdm. die Wirklichkeit unbeschönigt schildern; seine ~en verlieren; sich ~en über jmdn. od. eine Sache hingeben; darüber mache ich mir keine ~en [frz., „Sinnestäuschung“ <lat. illusio „Ironie, Verspottung, Täuschung“]

Realität
  1. das Realsein, Wirklichsein
  2. Wirklichkeit; Ggs Irrealität
  3. Tatsache
  4. 〈Pl.〉 ~en Grundstücke

    [<frz. réalité „Wirklichkeit, Tatsächlichkeit“; → real]

Synthese
  1. Aufbau eines Ganzen aus seinen Teilen
  2. 〈Philos.〉

    2.1 Verbindung zweier gegensätzl. Begriffe (These u. Antithese) zu einem höheren Dritten

    2.2 dieser höhere Begriff selbst

  3. 〈Chem.〉 Aufbau einer chem. Verbindung aus ihren Bestandteilen

    [<grch. synthesis „Zusammensetzung“]



Illusion und Realität - Einleitung

Die für mich immer wieder spannende Frage ist die: was genau ist Illusion und was ist Realität? Zunächst bekommen wir über unsere fünf Sinne eine „scheinbare“ Realität vermittelt. Wir schauen aus dem Fenster und alles rund um uns herum: alles scheint sehr real zu sein! Und doch gehe ich davon aus, das all das die Illusion ist! Es ist wie bei einem Diaprojektor: wir legen ein Dia hinein und es erscheint auf der Leinwand ein großes, helles, leuchtendes Bild. Wenn es sich um eine gute Technik handelt, ist das Bild sogar wie plastisch - es hat scheinbare Räumlichkeit. Wenn uns jetzt an dem Bild etwas nicht gefällt, dann kommt niemand auf die Idee, an der Leinwand herumzukratzen, um diese Realität zu verändern. Wir alle leben nun allerdings tatsächlich in genau so einer Projektion und wir alle glauben, wir müßten tagtäglich, da oder dort eingreifen und das Bild, die Realität verändern!

Illusion und Realität - Diskussion

Die Frage läßt sich nun nicht diskutieren, sondern nur reflektieren. Auch eine wissenschafftliche Betrachtung führt uns nicht weiter. Hier hilft uns der Satz: lernen ist sich erinnern.

Wenn wir uns nun mit dem Projektor vergleichen, dann leben wir also in unserer eigenen, individuellen Projektion. Wir projezieren auf einer Ebene, der des Unterbewußtseins und diese Projektion ist perfekt! Alles hat seinen Grund. Wenn wir nun anfangen zu protestieren: wir sagen das oder jenes gefällt mir nicht, dann beginnt das Chaos! Denn auf der Ebene unseres Unterbewußtseins projezieren wir. Das heißt eine Ebene in uns projeziert, die andere hält das für die Realität und glaubt allerdings, sie müßte etwas ändern. Und so divergieren diese Bilder und es entsteht Spannung, Frustration und Krieg.

Illusion und Realität - Synthese

Wenn wir nun die Idee der Spaltung nehmen und nach und nach erkennen, dass es hier in diesem Modell genau darum geht zu erleben, zubegreifen, zu schmecken, erfahrungen zu machen, dann ist die Frage, wann es seine Aufgabe erfüllt hat.

Und was kommt danach? Den Zustand zu beschreiben ist fast nicht möglich, da wir so sehr auf Dualität, Spaltung angelegt sind, dass es uns außerordentlich schwer fällt, uns einen Zustand jenseits der Polarität vorstellen zu können, ihn fühlen zu können.

Allerdings gehen viele Menschen einen scheinbar spirituellen Weg und glauben, sie habe ihre Aufgaben schon erfüllt und nehmen an, sie sind schon so weit hier auszusteigen. Sie setzen sich hin und sagen: alles ist wundervoll so wie es ist und hören auf diese wunderbare Chance, die dieses Universum für uns bereithält zu leben zu erleben. Hören auf Erfahrungen zu machen, dieses Leben zu leben!





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