Da ich, um mich selber zu erfahren, zu spüren, zu erleben auf gewisse Weise stets in meiner eigenen Projektion lebe, begegne ich mir also auf einer sehr hohen Ebene immer nur selbst.
Alles um mich herum dient so dem Zweck mir die Erfahrungen, die Integrationsprozesse zu ermöglichen, die mich nach und nach wieder zurück ins Licht zurückführen können.
Also den Weg, vom ich weiss, dass ich das Licht bin zum ich fühle, dass ich das Licht bin zu gehen.
Ich verdränge also etwas, spalte etwas ab und bin damit unheil.
Der einzige Weg in die Heilung, in die Ganzheit ist nun der, über meine eigene Projektion meinem eigenen Schatten zu begegnen und den zu integrieren.
Genau deshalb kann ich auch sagen, dass jeder jedem ein Guru (Sanskrit, m., गुरु, guru, dt. schwer, gewichtig) ist, oder zumindestens sein sollte.
Also begegnet mir in einem anderen Menschen z.B. eine Eigenschaft, die mir unsympathisch ist, so kann ich davon ausgehen, dass er ein Depp ist, der sich ändern sollte oder wenigstens aber erkennen sollte, dass er auf dem falschen Weg ist. Dieser Gegegnüber ist also falsch und ich bin richtig. Wie fühlt sich das an?
Ich kann aber auch zweitens auf einem spirituellen Weg spüren, dass genau dieser Mensch mein Lehrer, mein Guru ist - mich bei Ihm innerlich, aufrichtig bedanken - und erkennen, wie mir hier ein von mir nicht integrierter Anteil gespiegelt wird - wie ich auf einer höheren Ebene eine Unterweisung bekomme, wieder zurück ins Licht zu finden.
Ich kann also den ersten Weg gehen und dem Reifeprozess ausweichen - und in der Trennung bleiben.
Oder den zweiten, indem ich in die Empfindung hinein gehe, mit allem verbunden zu sein, diesen Schattenanteil integriere und gleichzeitig den Gegegenüber davon erlöse, mir diesen Anteil zu spiegeln.
So begegnet mir dann vielleicht genau in diesem Menschen plötzlich ein völlig anderes, durch und durch sympathisches Wesen - um genau so auch:
für den Frieden in der Welt zu sorgen!
Oder wie Nelson Mandela es ausdrückte, dass jeder immer für die Welt durch seine Angst geht.