Positives Denken beherrschen lernen

Deutsches Wörterbuch

denken
I 〈V. tr. u. V. intr.〉
  1. geistig arbeiten, urteilen, überlegen
  2. annehmen, glauben, meinen
  3. sich vorstellen, ersinnen
  4. beabsichtigen, im Sinn haben
  5. gedenken
  6. gesonnen sein

● ich denke, wir warten noch ein paar Minuten; ich dächte, es wäre besser für dich, erst einmal dein Studium abzuschließen; du denkst wohl, du brauchst dir jetzt keine Mühe mehr zu geben?; denkste! 〈umg.〉 du täuschst dich, es ist nicht so, wie du glaubst / wie ich glaube; er denkt deiner in Sehnsucht 〈poet.〉; sie dachte, es sei ihre Pflicht; man sollte denken, dass...; ~ Sie mal an! 〈umg.〉 ist es möglich!, so etwas!, was Sie nicht sagen!; ~ wir einmal, wir wären in ... ● Gutes, Schlechtes ~ ● solange ich ~ kann ... soweit ich mich erinnern kann ...; das lässt sich ~ das versteht sich von selbst; das Denken lernen ● edel, freundschaftlich, kleinlich, gemeinsam ~ gesonnen sein; laut ~ denken u. das Gedachte gleichzeitig auch aussprechen; logisch, scharf, vernunftgemäß ~; lass uns positiv ~!; du solltest nicht so viel ~ 〈umg.〉 so viel grübeln ● an etwas bzw. jmdn. ~ die Gedanken richten auf, im Geiste sein bei, sich in Gedanken beschäftigen mit, sich erinnern an; ich denke oft an dich; nur an sich ~ nur auf den eigenen Vorteil aus sein; ~ Sie sich an meine Stelle! versetzen Sie sich in meine Lage!; bei sich ~ (heimlich) überlegen; ich dachte mir nichts Böses dabei; er denkt gar nicht daran, zu antworten er hält es nicht für nötig; ich denke nicht daran! das kommt gar nicht in Frage!; ~ Sie daran! überlegen Sie's!; vergessen Sie es nicht!; nicht im Traum daran ~, etwas zu tun 〈umg.〉 etwas auf keinen Fall tun; erst ~ (und) dann handeln, reden; die lateinische Sprache ist eine gute Schulung für das Denken; gut, hässlich, schlecht von jmdm. ~; was denken Sie von ...? was halten Sie von ..., wie beurteilen Sie ...?; was sollen die Leute von uns ~?; das hätte ich nicht von ihm gedacht!; wenn ich denke, dass ... wenn ich mir vorstelle, dass ...; machen Sie es, wie Sie ~ wie Sie es für richtig halten; ganz wie Sie ~! 〈a. iron.〉; das gibt zu ~ das ist bedenklich, hier heißt es vorsichtig sein; daran ist im Augenblick überhaupt noch nicht zu ~! darauf besteht jetzt noch nicht die geringste Aussicht ● wer hätte das gedacht! das hätte niemand für möglich gehalten!; wo denkst du hin! aber nein, wie kannst du das annehmen? ● der Mensch als ~des Wesen; gedacht, getan 〈sprichwörtl.〉 kaum war der Plan gefasst, so wurde schon mit seiner Ausführung begonnen

II 〈V. refl.〉

sich etwas ~ sich vorstellen ● ich denke ihn mir groß und blond; das hast du dir gedacht! 〈umg.〉 da hast du dich gründlich getäuscht! ● ich dachte mir die Sache so: ...; ich denke mir mein Teil dabei 〈umg.〉 ich habe da meine eigene Meinung ● das hätte ich mir ~ können! das hätte mich nicht überraschen sollen, denn es war zu erwarten gewesen; ich kann es mir ~; Sie können sich sicher ~, dass ... ● ich hatte mir das anders gedacht!; das habe ich mir beinahe gedacht! das habe ich vermutet; dacht' ich mir's doch! das vermutete ich!; ich habe es mir gleich gedacht! ich habe es kommen sehen!, ich habe es gleich vermutet; er hatte sich das so, zu leicht gedacht ● was ~ Sie sich eigentlich? 〈umg.〉 was erlauben Sie sich?

[<ahd. denken, got. þagkjan <germ. *þankjan „machen, dass etwas einleuchtet“, dann „überlegen, erwägen“]


Positives Denken - eine Bestandaufnahme

Wenn ich mich in Buchhandlungen umsehe, finde ich oft dutzende von Büchern dazu. Positives Denken scheint sich großer Beliebtheit zu erfreuen. Und das scheinbar auch aus gutem Grund. Es gefällt mit etwas nicht ... ich denke positiv ... ich formuliere ein Affirmation und schon ist mein Leben wieder in Ordnung. Und richtig angewendet funktioniert es sogar!

Wobei Positives Denken von seiner Wirkung mit Denken recht wenig zu tun hat, denn nicht Denken schafft Wirklichkeit, sondern Vorstellung. Und deshalb beschäftigen wir uns auch intensiv mit der Frage, wie Vorstellungen entstehen.

Dabei ist Positives Denken ja zunächst immer ein Protest gegen das Leben - so, wie es ist. Wir beschäftigen uns also auf unserem Workshop auch sehr intensiv mit diesem wichtigen Thema. Sie werden eine Methode kennenlernen, Positives Denken viel effizienter einzusetzen, es wesentlich zu verstärken. Es ist auch zunächst völlig in Ordnung, wenn wir erleben, dass wir etwas damit erreichen - es stärkt unser Ego.


Positives Denken - und ein Leben wie von selbst

Später geht es dann aber darum festzustellen, was uns das, was uns nicht gefällt, mitteilen möchte. Positives Denken allein führt oft zu einem Verdrängen und das wiederum führt zu einer Symptomverschiebnung, da es die Ursachen für das, was uns begegnet ja völlig außer Acht läst.

Wenn wir aber die Ursache für diesen oder jenen Mißstand finden, ihn ansehen und auflösen, läuft das Leben insgesamt leichter und wir werden auch unsere Ziele viel leichter erreichen. Vor allem aber werden wir Zufriedenheit gegen Glück eintauschen.


Positives Denken - im Volksmund

Wenn mir also ein halb gefülltes Glas begegnet, um das viel zitierte Beispiel anzuführen, ist ja die Frage, wie ich es wahrnehme: ist es halb leer oder halb voll? Ich habe davon gehört, das es Positives Denken gibt: ich denke also es ist halb voll. Und so genau funktioniert es nicht!

So ist eine Synthese dieser beiden Aspekte, auf der einen Seite "Positives Denken" und auf der anderen Seite meine Blockaden zu lösen, meine Bremsen, der Königsweg. Und genau darum geht es, unter anderem, auf unserem Workshop.


Positives Denken - und wie es funktioniert




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