Trauma, Traumatherapie und Psychotraumatologie

Freiheit ist zu tun,
was getan werden muß.


Deutsches Wörterbuch*

Trauma
<-men od. -ma·ta> Wunde, Verletzung; Einwirkung von Gewalt; seelische Erschütterung [grch., „Wunde“]
posttraumatisch
nach einem Trauma
Traum
  1. Vorstellungen, die während des Schlafes auftreten; Träumerei, Versonnenheit, Spiel der Einbildungskraft (Tag~, Wach~); <fig.> sehnlicher Wunsch, Sehnsucht (Wunsch~)
  2. es war immer der ~ meiner Jugend, immer mein ~, einmal die Pyramiden zu sehen
  3. Träume analysieren, deuten; dieser ~ ist ausgeträumt <fig.> dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt; einen ~ haben; sein: aus der ~!, der ~ ist aus! <fig.> es ist vorbei, vorüber (etwas Schönes)
  4. böser, quälender, schöner, schwerer, wirrer ~
  5. er ist mir im ~ erschienen; ich habe nicht im ~ daran gedacht, ihn kränken zu wollen <fig.; umg.> ganz u. gar nicht, wirklich nicht; das fällt mir nicht im ~ ein! <fig.; umg.> ich denke nicht daran (das zu tun)!; im ~ reden, lachen; im ~ habe ich ihn, sie gesehen; das habe ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt <umg.>; es war wie ein ~ geradezu unwirklich (schön); es ist mir alles wie ein ~ es kommt mir ganz unwirklich vor [<mhd., ahd. troum <germ. *drauma <*draugma; zu idg. *dhreugh- „trügen“]


Trauma oder Traum? - Einleitung

Unser Leben ist als einziger, heller Traum gedacht - wir aber leben einen oft langwierigen und dunklen Reifeprozeß, den uns unsere Traumen bescheren. Das Trauma allerdings ist eine Überlebensmechanik, die uns vor Überlastung schützt - ist also es ein großes Geschenk! Nur wissen wir Menschen sehr wenig über die Konzepte, die unser Leben ausmachen und oft zunächst auch beherrschen! Wir werden dadurch immer mehr zu einem Geschöpf statt zum Schöpfer. Wir haben das Gefühl unserem Schicksal ausgeliefert zu sein. Und fehlt Handlungskompetenz und Freiheit! Es scheint sich alles gegen uns verschworen zu haben.

Allerdings habe ich auf der anderen Seite oft die Erfahrung gemacht, dass ein schweres Trauma eine Persönlichkeit ganz besonderer Art reifen läßt. Wenn nun all das Leid, das aus einem Trauma scheinbar resultiert am Ende, wenn das Trauma befreit, aufgelöst, beendet ist und der Mensch dann frei ist, all diese im Leid erworbenen Fähigkeiten zu leben, bricht oft plötzlich eine große Dankbarkeit durch. Das Trauma verhindert zwar scheinbar zunächst das Leben! Gleichzeitig öffnen sich aber Wege, die der Mensch sonst nicht gegangen wäre. Es findet aus einer Art Kompensation ein Entwicklungsprozeß ganz besonderer Art statt! Er kann einen Weg nicht mehr gehen, der Mensch verliert etwas an Leben und wird dafür auf der anderen Seite auf eine einzigartige Weise beschenkt!

Trauma oder Traum? - Die Wahl

Jeder, der diese Seiten liest, kann wählen. Allerdings ist diese Wahl kein kognitiver Prozeß. Vom Wissen her, ist diese Wahl nicht zu treffen, sondern sie setzt ein Bewußtsein voraus. Zu klären wäre also noch, wie wir an dieses kommen. Viele Teilnehmer kommen in Krisensituationen und ergreifen hier die Chance, die in jeder Krise steckt. Wenn wir alle Resourcen, die uns der Verstand bietet, genutzt haben und spüren, dass es hier keine Lösung gibt, sind wir vielleicht bereit einen neuen Weg einzuschlagen.

Nämlich den esoterischen. Es ist der Weg bei dem wir uns verändern, um die Welt zu ändern. Zunächst geht es ums Handeln - ums vernünftig handeln. Oft weicht unser Handeln davon ab. Wir leben in Mustern, können sie aber nicht durchbrechen. Oder uns begegnet immer wieder ähnliches. Wie hängt das mit dem Trauma zusammen? Ein Trauma ist ganz einfach ausgedrückt die Verschiebung eines Reifeprozesses, der für uns gedacht ist. Wir begegnen also einer Situation, die uns völlig überfordert. Der Schmerz, die Enttäuschung ist zu groß - wir können diesen Reifeprozeß in dem Moment nicht leisten. Wir werden regelrecht ohnmächtig. Jetzt wird dieses Erlebnis in einen anderen Speicher geschrieben, also von dem Wissen, was uns als Erfahrung zur Verfügung steht abgespalten. Wir sind nicht mehr Heil, sind unheil. Die Psyche aber ist auf Heilsein programmiert. Deshalb führt sie uns über einen faszinierenden Mechanismus, den wir auf dem Workshop genau beleuchten werden immer wieder in ähnliche Situationen. In solche, in denen wir abgeschwächt darauf vorbereitet werden, den Ursprungsschmerz irgendwann zu integrieren.

Wir erleben also Leid. Da wir den Mechanismus nicht kennen oder sagen wir besser, er uns nicht bewußt ist, gehen wir gegen unser Leid in den Protest. Dadurch lenken wir die Energie auf das, was wir nicht wollen und verstärken es damit. Die Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Und Vorstellung schafft Wirklichkeit. So geraten wir in ein Leben, daß wir bald nicht mehr handhaben können und verzweifeln immer mehr. Wir verlieren an Handlungskompetenz - wir geraten in depressive Phasen und verlieren oft die Orientierung. Das Leben erscheint und zufällig und ungerecht.

Trauma oder Traum? - Wann wird unser Traum Wirklichkeit?

Wie ändern wir das und wann beginnt unser Traum Wirklichkeit zu werden? Das Training, was wir entwickelt haben, setzt genau da an. Es geht einfach darum, zu erkennen, das jeder Schmerz, jede Reibung, jede Krankheit, jedes Muster für uns da ist. All diese Mechanismen sind dazu da, uns auf den Weg ins Heilsein zu führen. Folgen wir diesen Hinweisen - gehen wir ihnen entgegegen, löst sich ein Muster, das oft viel Lebensbereiche durchdringt auf, wie ein gestricktes Kleidungsstück, das wir nicht mehr brauchen. Wir fangen irgendwo an, ziehen an einem Faden und es ribbelt sich ganz von selbst wieder auf. Es löst sich ganz leicht auf und wir können mit dem Faden ein neues, modernes Kleidungsstück stricken.

Unsere Träume werden Wirklichkeit und unser Leben - so wie es ursprünglich gedacht war - beginnt.




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