Buchauszüge

Nachfolgend ein paar Auszüge aus meinem Buch, in dem ich die Erfahrungen aus meiner Arbeit reflektiert und zusammengefaßt habe.


- Einleitung

Dieses Buch möchte dem Leser helfen seine Einzigartigkeit zu erfahren und seine Potentiale, die oft unter alten Mustern verborgen schlummern, zu entfalten und dabei:

Zu siegen ohne zu kämpfen

Es macht den Leser mit der Mechanik vertraut, nach der das Leben funktioniert. Es wurde aus der Praxis heraus geschrieben und es liegen ihm eine Vielzahl von Fällen zugrunde. Sein Ziel ist es, das Leben zum Blühen zu bringen und den Leser dauerhaft auf die Sonnenseite zu führen.

An den Anfang stellen möchte ich, daß es hier nicht um positives Denken, nicht um Autosugestion, nicht um Affirmation und schon gar nicht um Hypnose geht - ganz im Gegenteil. Ich werde dann all diese Konzepte meinem gegenüberstellen, um dem Leser damit die Möglichkeit zu geben den grundlegenden Unterschied dann jeweils selbst sehr schnell herauszufinden.

Wenn er die Mechanik des Lebens aber nicht kennt, vor allem die nicht, nach der Bewußtsein und Unterbewußtsein zusammenarbeiten, wirkt sie meist gegen Ihn und er gerät in eine Welt, die oft scheinbar nicht durchschaubar und die Ihm dann irgendwie feindlich, zufällig und nicht nachvollziehbar erscheint.

Er erlebt als Kind z.B. einen Zusammenhang zwischen Liebe und Leistung - und zwar den, von seinen Eltern nur geliebt zu werden, wenn er sehr gute Leistungen bringt und abgelehnt zu werden, wenn das nicht der Fall ist. Eine Eins in der Klassenarbeit ist in Ordnung bei einer Zwei wird gefragt wieviele Einsen es denn gab.

Das Ergebnis ist unter bestimmten Umständen ein Mensch, der an sieben Tagen in der Woche 16 Stunden arbeitet und trotzdem dieses Defizit an wirklicher Liebe und Zuwendung so nie ausgleichen kann ... nie wirklich Urlaub macht, sondern in Gedanken stets bei seiner Firma ist ... der ein gestörtes Familienleben erlebt ... der niemals zur Ruhe kommen wird ... obwohl er rennt und rennt und rennt ... - durchaus sehr erfolgreich - aber niemals glücklich wird. Es werden in diesem Buch die genauen Hintergründe aufgezeigt ob, wann und unter welchen Voraussetzungen solche Verhaltens- und Erlebensmuster entstehen und welche evolutionäre Bedeutung diesem Mechanismus grundlegend beikommt und - wie wir sie wieder auflösen.

Hier findet sonst ein aussichtsloser Kampf statt. Wie den Esel die Mohrrübe, die ihm 20cm vor die Nase gebunden wird, zwar antreibt ... er sein eigentliches Ziel - nämlich genau diese Mohrrübe - aber nie erreichen kann. Oder Sysiphus, der den Steinbrocken den Berg immer wieder hinaufzurollen hat und der sich aber, sobald er ihn endlich oben hat, wieder löst, herunterrollt und er von vorne beginnen muß. ...

Wir kämpfen im Leben ebenso unermüdlich weiter und weiter - sind Sysiphus - jeden Tag aufs neue ... immer wieder und wieder und wieder - obwohl wir eigentlich auch zumindest ahnen, daß unser Tun nicht von wirklichem Erfolg gekrönt sein wird - viele Menschen erleben das ein ganzes Leben lang. Erfolg bleibt nur ein Ersatz und wie schön wäre es beides zu haben: auf der einen Seite Lebensglück, Wärme, Geborgenheit und auf der anderen ganzheitlichen Erfolg!

Erst in dem Moment, indem dem Menschen dieser Zusammenhang zwischen den frühen Defiziten und den daraus gewachsenen Mustern und Zwängen bewußt wird und er diese Energiestaus aus seiner Kindheit auflöst, wird er wirklich erwachsen, frei von diesen Zwangsmustern und kann jetzt sachgerecht entscheiden. Er verliert seine Einschränkungen und erlebt jetzt plötzlich Handlungskompetenz in Leichtigkeit und höchster Intensität. Vieles läuft jetzt einfach wie von selbst, weil er die Fähigkeiten, die er sich aus der Kompensation heraus erworben hat natürlich behält - die sich jetzt aber mit Intuition und einem Mehr an Kreativität paaren - das heißt, es jetzt mit anderen Worten zu einer Synthese der Funktionen der rechten und linken Gehirnhälfte kommt.

Das Ergebnis im Telegrammstil: Handlungskompetenz in höchster Effizienz, da jetzt Bewußtsein und Unterbewußtsein gebündelt, zielgerichtet und nachvollziehbar zusammenwirken - 10 Stunden Arbeit an fünf Tagen bei deutlich mehr Output - ein glückliches Familienleben - ...

Ein anderes Beispiel: ein junger Mann studiert, schreibt Lehrbücher, promoviert ... arbeitet viel zu viel und wird krank und schließlich sehr krank. Als ich Ihn kennenlerne wirkt er seltsam gedämpft und kontrolliert. Ich erfahre, daß er schon jahrelange Erfahrungen mit Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten hat - ohne nennenswerte Erfolge.

Er findet nun mit Hilfe des von mir entwickelten und in diesem Buch vorgestellten Entelechie-Trainings sehr schnell heraus, daß er mit etwa zwölf Jahren ein später dann völlig verdrängtes Erlebnis hatte, welches sein Leben grundlegend änderte. Er erlebte aus einem Moment des Übermutes heraus einen schweren Sturz ... 3,5m ein Treppenhaus hinunter ... und traf da die traumatische Entscheidung: Glücklichsein ist gefährlich. Dieser Glaubenssatz bremste sein Leben seitdem und er kompensierte, in dem er sich in die Arbeit flüchtete, da er vieles, was Ihn früher glücklich gemacht nicht mehr erleben konnte. Ich zeige hier den Mechanismus auf, nachdem jeder Mensch Glaubenssätze prägt, welchen Sinn dieser früher hatte und wie er heute den Menschen hindert. Hier fokussierte er nun seine gesamte Power und erreichte viel. ... Was aber war das Wert ohne das Gefühl glücklich zu sein? Nachdem wir dann diese Blockade gefunden und aufgelöst haben, war er schnell gesund ... aber viel entscheidender: sein Leben sah völlig verändert aus. Er entwickelte ein Charisma - eine Lebensfreude und erreichte plötzlich alles leicht und in der halben Zeit.

Unter dem Eindruck dieser Erlebnisse gestaltete er sein Habilitationsthema völlig neu und begeisterte auf Anhieb acht eher konservative Professoren ... von sich und seiner Arbeit. Kurze Zeit später erhielt er selbst eine Professur und erreichte viel mehr als je zuvor - aber auf eine völlig neue Art - nämlich mit Spaß und Begeisterung, was Ihm so lange versagt blieb.

Vorher erlebte er ein Leben, in dem er sich behaupten mußte und in dem es scheinbar darum ging sich durchzusetzen - notfalls die Ellenbogen einzusetzen. Eine Welt, in der jeder nur reagiert und die eher kalt als warm - eher dunkel als hell und eher kriegerisch, als friedlich erscheint. Er wurde gelebt - wie von seiner Vergangenheit ferngesteuert.

Dies liegt nun daran, daß wir oft den Bezug zu unserer Umgebung so schwer finden, und zwar vor allem deshalb, weil es zwei Aktivinstanzen in uns gibt und zwar eben das Bewußtsein und das Unterbewußtsein und die meisten Menschen vom existentiellen Einfluß der letzteren kaum etwas wissen - genau hier liegt aber der Schlüssel zu Glück, ganzheitlichem Erfolg und echter, primärer Befriedigung verborgen.

Ein drittes Beispiel: Ein Manager, der in seinem Leben schon auf eine Vita zurückblicken konnte, für die andere drei und vier Leben bräuchten, fand zu mir und es kam unter anderem die Rede auf seine Sexualität - er hatte schon so ziemlich alles, was es an Spielarten und Variationen an Partnerinnen gab durch und war trotzdem ständig auf der Suche - kam also nie an. Es ging dann hier unter anderem darum, daß auch ein Verhalten seiner Frau nicht seinen Vorstellungen entsprach. Wir fanden dann aber schnell heraus, daß sein eigentliches Problem auf einer ganz anderen Ebene lag, was Ihm bisher leider aber nicht bewußt war. Es wäre so sicherlich leicht zu 2- oder 300 Partnerinnen gekommen - immer auf der Suche ohne je anzukommen ... in immer größerer Frustration.

Nach etwa einer Stunde kam er selbst darauf: seine größte Sehnsucht war einfach Nähe, Wärme und Geborgenheit, die Ihm seine Mutter nicht geben konnte - hier gab es ein Grunddefizit - aber er suchte auf der falschen Ebene. Für Ihn war selbst etwas eigentlich wunderschönes nur Ersatz. Das Dilemma - hier wie so oft: er fand beides nicht - weder eine tiefe und beglückende Sexualität noch konnte er sein Grunddefizit ausgleichen.

Ein hier jetzt letztes Beispiel: Eine attraktive junge Dame kam in meine Praxis - Top Figur - der Rock etwas zu kurz - das Shirt etwas zu eng - der Ausschnitt etwas zu weit - etwas zu stark geschminkt - zusammengefaßt eine Frau nach der sich jeder Mann umdreht ... ein bißchen wie eine Modepuppe ... ein bißchen oberflächlich.

Jetzt die Gretchenfrage: Verfügte diese junge Frau über zu wenig oder zu viel Selbstbewußtsein? Auf Anhieb wirkte Sie sehr selbstbewußt - es zeigte sich aber sehr schnell, das hier ein Defizit kompensiert wurde, um über Ihr eher schwaches Selbstbild hinwegzutäuschen. Sie spielte eine Rolle und das sehr gekonnt - für Sie selbst aber sehr anstrengend, da Sie Ihr Leben ständig in der Kontrolle verbrachte und nie Sie selbst sein konnte. Es ist für eine Frau sicherlich natürlich sich schön zu machen - aber frei ist Sie nur, wenn Sie wählen kann: heute bin ich Vamp und morgen bin ich ich selbst. Diese Wahl war hier nicht mehr möglich und wenn Ihr jemand z.B. ein Kompliment machte, winkte Sie ab, weil Sie sich selbst durch die Brille Ihrer Vergangenheit ganz anders sah.

Nach wenigen Stunden war die traumatische Erfahrung integriert - und als ich ein paar Tage später Ihren Ehemann am Telefon hatte, der mich fragte, was denn bei seiner Frau zu all diesen Veränderungen führte, war ich nun sehr gespannt auf das Ergebnis. Wenig später traf ich Sie und fand eine natürliche, junge Frau vor ... dezent geschminkt in Jeans, die jetzt eine natürliche Schönheit und Authentizität lebte ... Sie strahlte von tief innen her und hatte diese Maskerade jetzt nicht mehr nötig und ... war ganz und gar nicht oberflächlich.

Was war passiert? Sie fand in der Assoziation über mein Entelechie-Training früh in Ihrer Kindheit eine Geschichte - Sie wurde da einmal sehr bloßgestellt und tief verletzt - wir sahen es uns gemeinsam an und nachdem diese Erfahrung jetzt integriert war, öffnete sich Ihr das Leben für neue Erfahrungen.

Hier ist nun wiederum die Zusammenarbeit oder besser das Zusammenspiel zwischen der Ebene des Bewußtsein und des Unterbewußtseins von zentraler Bedeutung - und immer liegt nur hier der Schlüssel versteckt.

Wenn wir nun aber mehr darüber erfahren, oder besser noch uns diese Zusammenhänge wirklich bewußt werden und wir dann entsprechend handeln, ändert sich unser Leben plötzlich schnell und dauerhaft - es blüht auf.

Ein vorrangiges Ziel ist dabei auch die Verbesserung der Interaktions- und Handlungskompetenz des Menschen. Es geht hier zunächst darum seine Umgebung „klar", oder besser noch gegenwartsbezogen wahrzunehmen, um dann zielgerichtet und situationsgerecht zu agieren. Das bisherige Verhalten wurde aber oft von den Mustern der Vergangenheit bestimmt. Es wurde oft nur reagiert - freies Handeln war so nicht möglich. Durch dieses Reiz-Reaktions-Verhaltens-Muster entstand oft ein übersteigertes, der jeweiligen Situation nicht adäquates Verhalten. Wir dramatisieren dann, was bedeutet, daß wir unbewußt Vergangenheit und Gegenwart regelrecht mischen ... nicht situationsgerechtes Handeln bedeutet aber: nicht effizient handeln.

Unter Einbeziehung der eigenen bisherigen Erfahrungen geht es darum, daß kreativ, intuitiv und damit mit maximaler Kompetenz gelebt, entschieden, gestaltet und gearbeitet wird - sei es in einem Operationssaal, einer Verhandlung, einem Verkaufsgespräch, oder in einem Produktentwicklungsprozeß ...

Ich zeige nun präzise auf, wie Verhaltens- und Erlebensmuster entstehen und sie sich auswirken ... sie oft unser ganzes Leben durchziehen ... und wir also - so lange diese Muster existieren - nicht wirklich frei leben und gestalten können. Wir also so lange im Gefängnis unserer eigenen Vergangenheit verbringen ... Kreativität und Intuition nur zu einem Bruchteil aktiv sind ... wir weit unter unseren Möglichkeiten leben ... bis wir sie auflösen.

Dieses Buch schlägt nun einen Weg vor - eine Wanderung - auf der es auch mal bergauf geht, die einige Hindernisse bietet, auf der man aber auch große Nähe, Wärme, Glück, oft eine herrliche Aussicht und Weite erlebt. Am Ende erfahren wir, wie jeder für sich mitarbeiten kann ... am Frieden und daran, daß jeder Mensch mehr Erfolg, Liebe und Wärme in seinem Leben erfährt, sobald er sich auf den Weg macht die Wurzeln dieser Muster zu finden und sie damit aufzulösen.

Der Leser erfährt wie und weshalb er jeweils in der Mitte steht und wieso nur jeder für sich z.B. für den Frieden in der Welt sorgen kann und weshalb dann natürlich auch die Verantwortung dafür bei jedem einzelnen liegt. Wir aber so oft lieber vor der Tür des Nachbarn fegen als vor unserer eigenen. Wir den Splitter im Auge des Gegenüber sofort finden, den Balken im eigenen Auge oft aber nicht wahrnehmen.

Am Ende steht glasklar ein Trainingsmodell im Raum, das jeder für sich oder zu zweit oder in einer Gruppe anwenden kann und welches hilft alte Muster jeder Art aufzulösen. Wir starten damit Selbstorganisationsprozesse, was sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Firmen ganz neue Möglichkeiten in Puncto Selbstverwirklichung, Human-Recources und damit an Marktpräsenz und unternehmerischem Erfolg eröffnet.

Die Vorteile, dieses Training in Unternehmen anzuwenden liegen darin, jedem Teammitglied seine individuellen Stärken und Schwächen bewußt zu machen und zu polarisieren, um damit eine stärkere Akzeptanz in der Gruppe, dem Bereich oder dem Unternehmen insgesamt zu erreichen, weil jetzt jeder nicht mehr ständig damit beschäftigt ist, seine Schwächen und Fehler zu verstecken oder zu kompensieren, sondern ausschließlich seine Stärken und das in reiner Form einzubringen. Dies wiederum bewirkt auch ein Annehmen des Gegenübers, was auch nur dann wirklich möglich ist, wenn ich mich selber auch mit meinen Schwächen annehme. Jetzt besteht die Möglichkeit eine gute und vor allem stabile Plattform auszubilden, auf der jetzt eine positive und konstruktive Kooperation und ein Synthetisieren von Fähigkeiten (nicht wie bisher eine Auseinandersetzung!?) stattfinden kann. Hier findet jetzt ein innovativer und synergetischer Prozeß der gegenseitigen Verstärkung und Motivation statt. Die Integration des Einzelnen ins Unternehmen wird ermöglicht und damit wirklicher Teamgeist erstmals Realität.

Dieses schon erwähnte Modell, das ich Entelechie-Training nenne, wird genau erläutert und kann dann sofort Anwendung finden.

Bei einer immer größeren Anzahl von Personen kommt es stattdessen bisher aber - und oft in schleichender Form - zu Belastungsstörungen, zu einem Gefühl von Hilflosigkeit und zu einer Erschütterung des Selbstwert- und Umweltverständnisses durch oft plötzlich nachlassende Handlungskompetenz und in der Folge dessen zu Depressionen und mannigfaltigen psychosomatischen Störungen. Zu den sich aufdrängenden belastenden Gedanken, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, Phobien, Konzentrationsstörungen, allgemeinem Rückzug und Interessenverlust kommt ein hoher Verlust an sozialer und integrativer Kompetenz.

Es wäre nun allerdings wünschenswert, wir kämen früher auf diesen Weg störenden Mustern in unserem Leben zu folgen um sie aufzulösen und um damit natürlich auch in die Profilaxe zu gehen. Letztendlich wäre dann - statt jetzt wenn überhaupt Zufriedenheit - wirkliches, dauerhaftes Lebensglück möglich und erlebbar.

Und wenn wir dann starten - allerdings nur in der konkreten Anwendung - und die ersten Erfahrungen gemacht werden, erlebt und begreift jeder für sich ganz schnell, daß sich die Welt ändert, sobald er sich als einzelner verändert. Da das Selbstbewußtsein in der Folge hier entsprechend wächst, ist der Prozeß, der zu einem ganzheitlichen Erfolg, zu Liebe, Glück und Harmonie führt auch schon gestartet ... und er ist ein Selbstorganisationsprozeß ... das wirkliche Leben jenseits der Muster beginnt bereits und zwar jetzt eben:

Wie von Selbst!



- Entelechie: Aristoteles läßt schön grüßen

Dieses Wort und noch viel mehr der Begriff, der so nach und nach daraus hervorkam hat mich vom ersten Augenblick an berührt oder besser begeistert und mich seitdem auch nicht mehr losgelassen.

Aristoteles (384-322 v. Chr) hat es vor etwa 2350 Jahren eingeführt und seitdem taucht es über die Jahrhunderte immer mal wieder auf. Beispielsweise haben sich auch Kant (1724-1804) und sein Zeitgenosse Goethe (1749-1832) sehr eingehend damit beschäfigt. Dieses Wort hat ein breites Bedeutungsspektrum und ich möchte Ihnen zwei der für mich schönsten Definitionen und dann drittens einen kurzen Text vorstellen:

erstens:
Sein Ziel in sich tragend.

zweitens:
Im Organismus liegende Kraft, die seine Entwicklung und Vollendung bewirkt.

Text:
Die Vollkommenheit der Verkörperung drückt sich in formaler Harmonie und Schönheit aus. Diese Vollkommenheit ist zugleich der Endzweck, auf den die Entelechie hindrängt. Für Aristoteles sind Form und Materie bzw. Stoff eines Gegenstandes getrennte Prinzipien. Das Stoffliche ist für ihn um so vollkommener, proportionierter und harmonischer geformt, je reiner sich die Entelechie in ihm verkörpert. In der aristoteliche Entelechie-Lehre waren beide Ordnungsprinzipien, nämlich das Prinzip der Ästhetik und der Teleologie, zu einer Einheit verschmolzen. Bei Aristoteles strebt die Natur nach Vollkommenheit; in der Renaissance ist sie vollkommen.

Das war mal ein wirklich sehr kurzer Eindruck, wie die Philosopie ein solches Wort sieht und reflektiert.

Doch jetzt zu erstens:

Sein Ziel in sich tragend.

Entelechie-Training

Wenn wir alle unser Ziel in uns tragen, weshalb irren wir dann alle so durch die Gegend. Weshalb ist es dann für viele so schwer Kontakt zu sich oder besser zu Ihrem inneren Ziel aufzunehmen? Weshalb erfahren wir dieses Glücksgefühl so selten? Es gibt so den Modebegriff Selbstfindung, der überall herumgeistert - aber: Wie geht's? Genau hier setzt mein Entelechie-Training an und es verschafft uns die Möglichkeit dieses Ziel klarer zu begreifen - oder besser sogar sich später von diesem Ziel finden zu lassen - den Sog zu spüren, den es auf uns ausübt - um dann loszulassen - und das Leben läuft wie von selbst.

Für mich steckt in dieser Betrachtung die große Hoffnung und Zuversicht, daß alles schon in mir vorhanden ist - ich also immer schon ganz nahe am Ziel bin.

Dazu zwei kurze Geschichten: Eines Tages machte sich ein Mann auf den Weg einen seltenen Vogel zu suchen ... er hatte so viel von ihm gehört, seiner Schönheit, seiner Grazie und Ihn erfaßte eine große Sehnsucht ... nun verbrachte er Jahre damit ... bereiste die ganze Welt ... nahm alle Entbehrungen gerne auf sich und ließ nichts unversucht ... ohne Erfolg ... dann eines Tages gab er auf und entschloß sich den Heimweg anzutreten ... endlich zu Hause sah er aus dem Fenster ... der Vogel saß in seinem Garten ..... genau so schön, wie er ihn sich immer vorgestellt hatte.

Es wäre schön, wenn Sie diese Geschichte kurz auf sich wirken lassen könnten.

Die Quintessenz dieser Geschichte ist wohl, daß wir mit unserer Suche dem Leben vielleicht Zufriedenheit abgewinnen können ... niemals aber Glück. Dieser Mann hatte schließlich aufgegeben, losgelassen und er wurde reich beschenkt. Wenn er jetzt die richtigen Schlüsse zieht, kann er hier viel erfahren ... wenn er einfach nur denkt Glück gehabt zu haben und die Systematik des Glückes nicht begreift, wird er weiter suchen im Leben und sich anstrengen und weitersuchen, statt sich einfach finden und beschenken zu lassen. Wie das geht erfahren wir später.

Eine weitere Geschichte zu diesem Thema:

Ein junger Mönch, der bereits ein paar Jahre hinter Klostermauern verbracht und große Fortschritte gemacht hatte, Friede mit sich und der Welt zu schließen, kam eines Tages auf die Idee auf Wanderschaft zu gehen, um seinen Wissen zu erweitern. Tags drauf ging er zum Klostervorsteher mit der Frage, ob er das Kloster verlassen dürfe? ... Der Vorsteher hörte sich die Bitte an und gab Ihm die Erlaubnis. Der Junge Mönch machte sich also auf den Weg. Jahre später zog es Ihn wieder zurück ins Kloster und er sprach beim Vorsteher vor. Der fragte Ihn ob er sein Ziel erreicht hätte. Der junge Mönch verneinte und berichtete, daß er nichts Neues erfahren hätte und er beklagte sich und fragte den Vorsteher weshalb er Ihm das nicht vorher gesagt hätte. Darauf der Abt: Hättest Du es mir geglaubt?

Die Essenz hier scheint mir die zu sein, daß sehr viel Reife dazugehört von den Erfahrungen der anderen zu lernen und daß die Kirschen auf Nachbars Baum immer roter und praller zu sein scheinen bis wir erkennen, daß das vollständige Glück im eigenen Garten zu finden ist. Es ist alles in uns ... es ist nur überlagert.

Zu zweitens:

Im Organismus liegende Kraft, die seine Entwicklung und Vollendung bewirkt.

Hier beruhigt mich, daß auch die Kraft schon in mir vorhanden ist. Es geht also ausschließlich darum, die Blockaden zu finden und aufzulösen, um diese Kraft zu befreien und auch das leistet Entelechie-Training.

Mit dem wie werden wir uns noch ausführlich beschäftigen und am Ende wird jeder diese Technik kennen und auch anwenden können.


- Entelechie-Training

Hinter diesem Trainingskonzept steckt grundlegend die Basisidee, daß sich Gleiches mit Gleichem heilen läßt. Das heißt mit anderen Worten, begegnet mir im Alltag etwas, an dem ich mich reibe ... ob mir irgendein Erlebnis nicht aus dem Kopf geht, irgendeine Erinnerung - sie meldet sich über Jahre und manchmal Jahrzehnte immer wieder ... ob mir Verhaltensmuster begegnen, die nicht förderlich oder sogar kontraproduktiv sind und denen ich nicht Herr bin - oder im Gegenteil sie mich beherrschen, gilt es die jeweilige Entsprechung zu finden. Es können auch Krankheiten oder irgendein anderes Leid als Ausgangspunkt dienen.

Jetzt kann ich all das in Harmonie, Glück und Handlungskompetenz verwandeln, wenn ich das dazugehörige Ähnliche finde. Was bedeutet das? Es bedeutet, daß es zu jeder Reibung - jedem Leid immer eine konkrete Entsprechung gibt, die es zu finden gilt oder noch anders formuliert: Immer ist das Leid oder auch die Angst der Wegweiser in die Freiheit und zwar in eine Freiheit, die weit darüber hinausgeht, daß sich nur das Ausgangsleid auflöst, sondern sich diese Freiheit in allen Lebensbereichen wiederspiegelt. Wenn ich einmal erlebt habe, wie der Weg durch die Angst immer der Weg in die Freiheit ist, so bin ich sogar geneigt dem Leid, der Angst zu danken.

Diese Entsprechung finde ich aber nicht, indem ich darüber nachdenke - das ist das, was wir alle am besten können, sondern nur, indem ich ich die Funktionsweise des Unterbewußtseins besser kennenlerne und dieses Wissen auch anwende. Hier ist dann ein Training nötig - nämlich: Entelechie-Training - dieses ist im Prinzip eine Ansammlung von Bewußtseinsprozessen und Vorgehensweisen, die zusammengenommen erst das Ergebnis liefern.

Wie kommt es nun zu diesem oben von mir erwähnten Heilungsprozeß? Wir werden Heil im Sinne von ganz. Das liegt nun daran, daß hinter jedem Leid ein ähnliches Leid steht, das irgendwann einmal zu einer Überforderung geführt hat und eine Aufgabe war, die wir aber zu der Zeit nicht gelöst oder besser, der wir noch nicht gewachsen waren. Wir haben uns geschützt und den Schmerz - meist frühe Enttäuschungen - erst einmal auf einer anderen Ebene des Bewußtseins zwischengelagert - nämlich dem Unterbewußtsein. Dies ist aber immer ein Spaltprozeß - wir werden unheil. Jetzt meldet sich diese oft alte Integrationsaufgabe aber so lange, bis wir uns der Aufgabe stellen und zwar in zunächst einer abgeschwächten Form und dann immer intensiver ... das ist der Reifeprozeß, um den es im Leben geht. Irgendwann sind wir dann an diesen ähnlichen Aufgaben soweit gereift, daß wir uns wieder der ursprünglichen Situation stellen können und müssen. Wir können diesen Integrationsprozeß, der sonst ein ganzes Leben dauern kann aber deutlich verkürzen, indem wir ganz bewußt in diesen Reifeprozeß des Lebens gehen.

Wir können also wählen: erstens können wir den langsamen Weg wählen, der uns das Leid, das uns eigentlich nur in den Reifeprozeß, einen Prozeß des Heilwerdens führen möchte, sozusagen nach und nach und Häppchenweise serviert. Das machen die meisten Menschen - beachten aber nicht, daß es auch hier eiserne Regeln zu lernen und zu beachten gilt. Wenn wir nämlich den Hinweisen gar nicht folgen, die uns in den Reifeprozeß führen möchten und immer wieder ausweichen, geht es irgendwann auf die Körperebene und diese weist uns mit Krankheiten, später auch chronischer Art immer deutlicher den Weg und wenn das richtig begriffen wird, ist so gesehen auch jede Krankheit ein Heilungsprozeß. Immer ist es allerdings der Weg des Helden, der Weg durch die Angst, der schnelle Reife bedeutet. Protest ist übrigens, wie in einem früheren Kapitel schon betrachtet die größte Blockade auf dem Weg in die Lernprozesse. Immer sage ich im Protest: Ich will nicht und schon nimmt das Unheil seinen Lauf.

Die andere Möglichkeit ist die, dem Schmerz in jeder Form entgegenzugehen. Ein bißchen wie beim Zahnarzt: es schmerzt dann eventuell erst mal stärker, aber dann - im nächsten Moment - ist es auch schon dauerhaft gelöst und ich bin frei. Oder ich leide unter Umständen monatelang - und unter Umständen oder sogar wahrscheinlich wesentlich mehr.

Jetzt zunächst die Technik, mit der ich den Kontakt zu meinem Unterbewußtsein aufnehme: es ist die Assoziation. Ich bringe sozusagen auf der Ebene des Bewußtseins etwas in Schwingung und im Unterbewußtsein gibt es eine Resonanz. Diesen Weg lerne ich gehen und hier liegt eine der Hauptaufgaben. Hier findet dann auch erst der Einstieg in die Praxis statt und erst jetzt, in diesen vielleicht anfangs zaghaften Gehversuchen entfaltet sich der Hauptteil an Wirkung dieses Buches. Wir kennen diese Vorgehensweise aus dem Brainstorming und auch dort wird es erfolgreich eingesetzt, um ganz neue Wege zu finden. ... Und zwar um neuartige, revolutionäre Konzepte zu entwerfen - den Weg der Evolution, der schrittweisen Entwicklung, zu verlassen, sei es in der Werbung oder auch im Management. Wir geben dort ein Thema vor und denken jetzt nicht darüber nach, sondern gehen in die freie Assoziation und kommen, richtig angeleitet, da an Informationen, zapfen da eine Quelle an, die unendlich ergiebig ist.

Es wird also jetzt nicht bewertet oder kontrolliert und so nach und nach kommt der Prozeß in Gang. Das heißt es kostet erst mal Überwindung die Kontrolle aufzugeben, da auch vieles hochkommt, was zunächst nicht zu gebrauchen ist oder vielleicht sogar peinlich oder naiv wirkt.

Was sind also die Voraussetzungen für diesen Prozeß? Vor allem ist es ein geschützter Raum, in dem ich sicher sein kann angenommen zu werden - egal, was kommt, egal wie vielleicht dumm oder peinlich manches auch sein mag. Solange auch nur ein Teilnehmer in diesen Kategorien denkt, blockiert er den Prozeß und alle Teilnehmer bleiben in der Kontrolle - und damit in der Enge. Dann aber läuft der Prozeß mit angezogener Handbremse und führt zu höchstens 5% der möglichen Ergebnisse.

Als nächstes die konkrete Vorgehensweise: Mein Ausgangspunkt ist immer irgendeine Reibung im Leben - ein Mißstand, den ich mir eigentlich anders wünsche - unter dem ich leide.


Einige Beispiele:


erstens die Verhaltensmuster:


zweitens die Erlebensmuster:

Ich nenne das eine Divergenzbetrachtung, denn ich muß mir den Unterschied, das Auseinanderdriften zwischen dem, was ich mir im Leben wünsche und dem, was ich erlebe sehr klar und konkret herausarbeiten - mir bewußt machen.

Als erstes gilt es eine davon sehr genau zu betrachten und dann weitere vier, die sich dann automatisch wiederum assoziativ an der ersten ausrichten, um möglichst an ein Erlebnis zu kommen, das weit zurücklicht. Ich nehme fünf Divergenzen, um die Focusgenauigkeit zu erhöhen, da ich jetzt ein Erlebnis finde, das oft für dutzende kleinerer Blockaden verantwortlich ist.

Jetzt geht es darum die passende Geschichte hochkommen zu lassen - und das geht wiederum nur, indem ich loslasse - die Kontrolle aufgebe.

Die Frage lautet hier: welche Geschichte fällt Dir dazu ein, wenn Du dir diese fünf Divergenzen ansiehst - Du da hineinspürst.

Kontrolle ist aber nun eine unserer stärksten Fähigkeiten. Wir prüfen also am Anfang erstmal, ob das was da hochkommt auch gesagt werden kann, ob ich mich damit nicht lächerlich mache, ob ich auch kein Tabu verletze und mich auch in keiner Weise bloßstelle und genau dies verhindert diesen Prozeß zu 100%.

Im Vorfeld gilt es also noch darum erstmal herauszufinden, weshalb wir davor so eine Angst haben. Was sind überhaupt Tabus? Weshalb verhindern gerade sie diese Klärprozesse und damit den Weg in die Freiheit?

Wenn sich jeder Bewußt gemacht hat, daß hier der Hauptbremsklotz liegt und immer mehr die Zusammenhänge zwischen Tabu und Freiheit klar werden, kommt die erste Geschichte auf uns zu. Sie taucht oft nur als Bruchstück auf und sobald dieses ausgesprochen und angesehen wird, gibt es am Anfang folgende Reaktion: Nein, also als das hat mit meinem Problemen heute gaaaanz bestimmt nichts zu tun! Und zwar deshalb, weil der alte Schmerz, der erlebt werden möchte spürbar wird und wir hier wiederum erstmal ausweichen.

Ein zweites Problem ist der für den Verstand fehlende Zusammenhang zwischen der Störung heute und der auftauchenden Geschichte ... er kann den aber nicht herstellen und blockiert zusätzlich.

Auch hier ist Bewußtseinsarbeit nötig, um auch diese Schwelle zu überwinden.

Jetzt ist irgendein Detail da und jetzt gilt es als nächstes die komplette Geschichte dazu zu finden, bzw. aus dem Unterbewußtsein ins Bewußtsein zu holen. Dies findet über eine Fragetechnik statt, die ich sowohl im Dialog als auch im Monolog anwenden kann.

Hier geht es einfach um die Fragen, was siehst Du noch, hörst Du noch, riechst Du noch ...

Es geht also hier ums Begreifen - mit anderen Worten: Es den Sinnen wahrnehmbar machen.

Wenn ich so nach und nach jetzt immer mehr Details ins Bewußtsein kommen lasse, komme ich immer mehr an den energetischen Kern der Geschichte. Die Geschichte wiederum ist eigentlich nur ein Mittel zum Zweck um diesen Kern zu finden. Hier ist aber die Energieblockade, die wir lösen wollen. Hier spüren wir mit der Erfahrung sehr schnell, wo wir genau am stärksten ausweichen und genau da müssen wir hin. Oft kommen wir über eine fehlende Plausibilität weiter, daß heißt es fehlen verdrängte Details, die wiederum dem Verstand auffallen und die jetzt wiederum für sein Verständnis wichtig sind.

So arbeiten nach um nach plötzlich Bewußtsein und Unterbewußtsein Hand in Hand zusammen und spüren den Kern der Geschichte auf, dem wir damals ausgewichen sind.

Sobald wir uns dieses Stück ansehen können, lösen sich Emotion von der Information und die Geschichte verliert Ihre Zwanghaftigkeit sie immer wieder erleben zu müssen. Der Mechanismus ist ja kurz zusammengefaßt vorher der, das Vorstellung Wirklichkeit erzeugt, und gerade Angst diese beflügelt. Die Angst schickt also immer wieder Bilder von dem in die Vorstellung, was Sie nicht mehr erleben möchte und genau das erschafft uns unser Unterbewußtsein. Ein Teufelskreis, bis wir ihn erkennen und durchbrechen, indem wir der Angst nicht mehr ausweichen, sondern ihr entgegengehen.

Wir stellen uns also dem alten Schmerz und nehmen ihm damit die Projektionsenergie. Jung formulierte das so: Uns begegnet genau das, was wir verdrängen. Später bekommt dann das Unterbewußtsein von uns klare Bilder von dem, was wir uns wünschen und sorgt jetzt mit größter Leichtigkeit auch für Ihre Realisation.

Und erst jetzt ist ein Sieg ohne Kampf möglich ... wir haben nämlich bisher stets nur gegen uns selbst gekämpft.





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Strebst Du danach, den Weg
durch viel lernen zu begreifen,
so wird der Weg nicht verstanden.

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